von Erzerum (Nordosttuerkei) bis Tabriz (Nordwesten Irans)

Das Sightseeing im Nordosten der Tuerkei hat uns sehr gefallen und war eine willkommene Abwechslung zum kalten Erzerum. Die Gegend um Tarbzon ist dank den haeufigen Regenfaellen sehr gruen. Hier wird vor allem Tee angebaut und die Berge erinneren einen unweigerlich an zu Hause. Obwohl es sehr viel zu entdecken gibt, steckt der Tourismus noch in den Kinderschuhen und die Leute sind entsprechen "unverbraucht".

Aber irgendwann muss man weiter, spaetestens wenn man den Winter im Nacken hat! Es kamen noch mehr Berge, aber selbst Schafherden, Regen, Wind und Kaelte konnten uns nicht aufhalten.

Zum Glueck gab es immer wieder Orte wo wir uns aufwaermen konnten ;-)

Den eindrucksvollen Berg Ararat im Ruecken und von Hirtenhunden verfolgt, radelten wir im Schnellzugtempo Richtung Iran.

Der Grenzuebergang war unkompliziert und schmerzlos. Auf der iranischen Seite "laechelte" uns Khomeini bereits zum ersten mal entgegen. Willkomen im Iran!

Die erste Einladung liess nicht lange auf sich warten, denn kaum hatten wir die Grenze ueberquert, sassen wir bereits bei einer iranischen Familie zu Tisch. Das Essen mundete herrlich und verspricht einiges fuer die Zukunft :-)

In Tabriz, der ersten groesseren Stadt nach der Grenze, machten wir fuer ein paar Tage halt. Die Stadt liegt in der Provinz Azarbayjan und stoesst an die Laender Azerbayjan und Armenia an. Der Einfluss ist unuebersehbar, nicht nur was die Menschen betrifft. Das einzig gemeinsame ist die Sprache, denn Farsi wird im ganzen Land gesprochen. Wir verbrachten einige Zeit auf dem Bazar, der aus ueber 7000 verschiedenen Geschaeften besteht und wo man entsprechend leicht verloren geht :-)

Obwohl Tabriz eine modernere Stadt ist, tragen alle Frauen ein Kopftuch und sogar Moni muss sich hier fuer einmal den Regeln fuegen, seufz...
Auch mit dem gemeinsamen Busfahren ist es jetzt vorbei. Die Maenner sitzen vorne, die Weiblein hinten. Ihr seht also, hier ist die Welt noch in Ordnung ;-)
Vorgestern Abend bekamen wir die Moeglichkeit, eine Privatschule, die Englisch fuer Frauen unterrichtet, zu besuchen. Wir wurden ueber eine Stunde ausgefragt und hatten auch unsererseits die Moeglichkeit die Studentinnen zu befragen. Es entwickelte sich ein sehr angeregtes Gespraech in ungezwungener Atmosphaere!
Nach Schulschluss erwartete uns heftiger Schneefall und es herrschte ein riesiges Chaos auf den Strassen! Der Winter ist definitiv eingezogen.
Am Freitag, den 26. November geht es weiter Richtung Tehran das wir Anfangs Dezember erreichen sollten.

rutschige Gruesse aus Tabriz

 

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