Durch den Iran

Seit Tabriz haben wir wieder etliche Kilometer abgespuhlt, aber der Winter streifte uns doch noch einige male.
Dank der iranischen Gastfreundschaft, fanden wir immer wieder ein warmes Plaetzchen zum naechtigen, und meistens wurden wir fuerstlich verkoestigt
Zur Not nahmen wir aber auch einmal Zuschlupf in einer baufaelligen Fabrikhalle.
Weil wir endlich der drohenden Kaelte entfliehen wollten, versuchten wir so schnell wie moeglich Tehran zu erreichen. So blieb uns nichts anderes uebrig, als die Autobahn zu benutzen, wo wir zudem den Pannenstreifen "fast" exklsuiv fuer uns hatten :-)
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Wagemutig stuerzten wir uns ins Verkehrschaos von Tehran und selbst der Smog nahm uns nicht den letzten Schnauf!
Neben den Behoerdengaengen blieb uns trotzdem ein bisschen Zeit, die Stadt zu erkunden. Wir besuchten neben dem Bazaar,
auch zahlreiche Palaeste und Moscheen
Mit dem Pakistanvisa im Sack gab es fuer uns kein Halten mehr in der Hauptsadt Irans. Mangels Uebernachtungsmoeglichkeiten,
waren wir sogar einmal gezwungen, 180 Kilometer an einem Stueck abzuspuhlen,
wobei der Spass nie auf der Strecke blieb ;-)
Weihnachten verbrachten wir in Yazd, in einem ehemaligen Palast. Das ueber hunder Jahre alte Gebaeude wurde zu einer gemuetlichen Pension umfunktioniert
Nach dem stimmungsvollen Krippenfest, fuer das eigens ein Baeumchen organisiert und geschmueckt wurde begaben wir uns auf eine kleine Rundreise mit dem Bus.
Den Raedern wurde zwischenzeitlich eine Pause gegoennt.
Das erste Ziel war Esfahan. Die schoene Stadt, wird als das Juwel des antiken Persiens bezeichnet. Hier gibt es neben einem riesigen, ueberdachten Bazaar
auch zahlreiche mosaikverzierte Moscheen zu bestaunen.
Die diversen antiken Bruecken, die zum Teil gemuetliche Teehaeuser beherbergen sind vor allem ein beliebter Treffpunkt fuer junge Esfahanis.
Immer wieder zog es uns zum grossen Emam Kohmeini Platz, auf dem zu Sultanszeiten Polospiele abgehalten wurden.
Der Besuch des Friedhofs Golestan-e Shoada, der auch "Rosengarten der Maertyrer" genannt wird, stimmte uns sehr nachdenklich. Hier wurden unzaehlige junge Maenner begraben, die im ueber 8 jaehrigen Iran/Irak Krieg gefallen sind.

Nach einer nicht gerade berauschenden Silvester"party" in einer Kirche im Armenierviertel ging es weiter nach Shiraz.

Die Stadt ist bekannt fuer seine grossen Dichter und schoenen Gaerten. Gilt Shiraz als die Wiege der persischen Kultur, so wird Persopolis als die erste Hauptstadt Persiens bezeichnet.
Wieder zurueck in Yazd, sind wir nach soviel Geschichte und Kultur wieder hungrig aufs Radeln. Zuerst wurden aber unsere Roessli richtiggehend verwoehnt und einem grossen Service unterzogen.

So steht der Weiterreise nichts mehr im Wege. Geradelt wird allerdings nur noch bis Bam und danach werden wir aus Sicherheitsgruenden bis Quetta (Pakistan) auf den Bus oder den Zug verladen.

 

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