Malaysia, der Nordwesten Im Oktober/November2006 in Penang und auf Langkawi


6 Wochen auf hoher See koennen unheimlich lang sein!
Es gibt auch darueber wieder einiges zu erzaehlen.
Aber mehr dazu in einem spaeteren Bericht auf unserer Webseite.

Unsere Ladung wird in Penang (Malaysia) geloescht

Ja das sind wirklich unsere Fahrraeder, die wir vor der Ueberfahrt dick
mit neuseelaendischem Schaffett eingeschmiert haben.
Gut einbalsamiert und verpackt in eine wasserdichte Plane,
haben die Raeder die Ueberfahrt ueberraschend gut ueberstanden.
Dafuer klebt das Fett jetzt ueberall und so brechen wir erst nach einer
provisorischen Putzaktion, schwer beladen Richtung Altstadt auf.

Genesung in der Liebesstrasse

In Georgetown einem von Chinesen dominierenden Stadtteil befinden sich zahlreiche
guenstige Unterkuenfte. So finden auch wir relativ schnell ein gemuetliches
und preiswertes Gasthaus an der Love lane (Liebesstrasse), das fuer die naechsten Wochen
unser Zuhause sein soll. In der Stadt fuehlen wir uns sofort wohl und das hat nicht nur
mit dem feinen suedindischen Essen zu tun, das wir hier nicht selten mehrmals taeglich
in riesigen Portionen vertilgen.

Was fuer ein Genuss, nach der doch eher langweiligen Kost auf dem Boot!
Penang ist wirklich ein Vielvoelkergemisch und neben Malaien,
leben hier Chinesen, Inder und Pakistanis trotz unterschiedlichsten
Glaubensauffassungen in scheinbar friedlicher Koexistenz zusammen.
Schade das es nicht ueberall so sein kann!
Ein weiterer Pluspunkt in Georgetown ist das geringe Verkehrsaufkommen,
und so kann man sich hier problemlos per Rad, oder zu Fuss fortbewegen.

Obwohl die Stadt nicht mit Sehenwuerdigkeitem geizt, sind die ersten Tagen an Land,
nur dem Essen und vor allem der Erholung gewidmet.
Die Ueberfahrt und der Malaria Rueckfall auf der Segelyacht hat uns extrem viel Substanz gekostet.

Der Tourismus wird angekurbelt

Malaysia versucht den Tourismus wieder anzukurbeln, den seit dem 11ten September 2001
ist dieser auch hier, wie in vielen anderen muslimischen Laendern, rapide zusammengebrochen!
Im Gegensatz zu den meisten anderen suedostasiatischen Staaten, wird den meisten Besuchern bei der Einreise
automatisch eine Aufenthaltsbewilligung von 3 Monaten zugestanden. Und das erst noch kostenlos!
2007 ist in Malaysia das Jahr des Tourismus und so werden im Vorfeld bereits eifrig Veranstaltungen
fuer auswaertige Besucher durchgefuehrt. Wir kommen so in den Genuss einer gefuehrten Busreise
die uns ueber die ganze Halbinsel fuehrt.
Fuer das leibliche Wohl ist bei der Besichtigung der schmucken Doerfern bestens gesorgt.
Wir werden von den malaysischen Dorfbewohner, die sich extra festlich herausgeputzt haben,
gastfreundlich empfangen und mit einer riesigen Vielfalt an Speisen verkoestig.
So koennen wir wenigstens einen Einblick, wenn auch nur einen sehr oberflaechlichen,
in ihr alltaegliches Leben gewinnen.
Auf der Heimfahrt zurueck nach Penang geniessen wir es fuer einmal, ganz bequem im klimatisierten Bus
zu sitzen und lassen so die ueppige Vegetation an uns vorbeiziehen.

Besuch im oeffentlichen Spital

Wir wollen uns hier in Penang unbedingt nochmals untersuchen und abklaeren lassen,
ob noch irgend etwas vom Malariaerreger im Blut zurueckgeblieben ist.
Wir sind erstaunt ueber das moderne oeffentliche Krankenhaus und beeindruckt
vom malaysischen Gesundheitswesen. Es wird uns fuer einen kompletten Check-up,
sage und schreibe zusammen nur knapp 5 Schweizer Franken verrechnet.
Darin inbegriffen ist die Analyse der Blutproben,
mehrere Konsultationen bei verschiedenen Aerzten
und sogar die Kosten fuer die benoetigten Medikamente.
Fuer die Einheimischen ist die medizinische Grundversorgung sogar kostenlos.
Wirklich eine gute Sache! Uebrigens, unter den gut ausgebildeten Aerzten,
befinden sich viele Frauen die alle sehr gut englisch sprechen.

Abstecher nach Langkawi

Ende November 2006 ist es dann soweit. Wir haben uns wieder gut erholt und fuehlen uns
wieder fit genug in die Pedalen zu tretten. Unsere Stahlesel sind beladen
und so starten wir fruehmorgens zum Faehrenterminal, das uns zur Insel Langkawi bringen soll.
Die Ueberfahrt gestaltet sich trotz den Fahrraedern problemlos und so koennen wir,
die leider viel zu kurze Ueberfahrt in vollen Zuegen geniessen.

Die Insel Langkawi ist genau der richtige Einstieg fuer uns.
Nach ein paar abwechslungsreichen Tagen auf der gut ueberschaulichen Insel
sind wir bereit fuer den naechsten groesseren Abschnitt unserer Reise.
Ueber Thailand, Kambodscha und Laos wollen wir zum zweiten Mal nach China radeln.

Fortschrittliche Gesellschaft

Obwohl wir nicht allzuviel von Malaysia gesehen haben, sind wir doch eher ueberrascht
von der fortschrittlichen Gesellschaft. Obwohl Malaysia ein muslimisches Land ist,
trifft man hier viele Frauen in verantwortungsvollen Positionen.
Viele Malaien sprechen perfekt Englisch und sind zudem Fremden gegenueber sehr offen.
Wir waren positiv ueberrascht und hoffen, diese Eigenschaften beschraenken sich
nicht nur auf die Stadt Penang und die Insel Langkawi.

 

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